Café Böhnchen

Café Böhnchen

 Tassen hoch für unser Böhnchen – das Herzstück der Schule wird 30!

"Karneval geht an dieser Schule wohl immer, war das eine Stimmung!“ und „Wahnsinn, keiner ist vorzeitig gegangen!“ – die Kommentare einiger begeisterter Böhnchenmütter waren eindeutig und spiegelten die gute Stimmung während des Böhnchenfestes anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Schülercafés wider. Und tatsächlich war die große Polonaise hunderter MichaelanerInnen zur kölschen Folkloremusik in der Schulhalle gegen Ende eines ereignisreichen Vormittags ein emotionaler Höhepunkt eines tollen Festes!Am 23. Juni diesen Jahres feierten die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer und natürlich viele der helfenden Eltern, wobei erfreulicherweise auch viele Ehemalige den Weg zurück gefunden hatten,  das gemütliche Herzstück des STMG mit einem bunten Treiben auf Gängen, Höfen und Klassenräumen unserer schönen Schule.Das Programm war vielfältig: hier wurden die Jüngeren von Schülerinnen und Schülern aus der Jahrgangsstufe 9 bunt und phantasievoll geschminkt und frisiert, dort gab es eine Kunstausstellung eines Projektkurses zu bestaunen; Tischtennisturniere wurden ausgetragen und die Sporthelfer organisierten kleine Wettkämpfe und Spiele, während an anderer Stelle musiziert und gesungen wurde; ein Flashmob wurde von einer Gruppe einstudiert und später mit allen anderen Feierwütigen durchgeführt, was für viel Freude und positive Energie sorgte; eine Schulrallye fand ebenso statt wie ein Joga-Kurs – und natürlich gab es jede Menge zu essen und zu trinken. Das Angebot an Aktivitäten war also ebenso bunt wie unser Schulleben, für jeden war es etwas dabei und überall sah man lachende Gesichter – ein Fest wie es sein sollte, und das hatte und hat unser ewig junges Café auch verdient. Vielen Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben!

Danke vor allem an die vielen helfenden Hände aus der Schülerschaft, die tatkräftig und mit viel Engagement dabei waren, danke an die Kolleginnen und Kollegen für Ihren Einsatz und natürlich auch an Herrn Honert, ohne den gerade an solchen Tagen nichts läuft!Vor allem aber danke an euch, liebe Eltern, die ihr das Böhnchen liebevoll betreut und die Schüler und Schülerinnen umsorgt, das ist wirklich nicht selbstverständlich!Und zu guter Letzt natürlich ein dankbarer Gruß an den Erfinder Herrn Stein, ohne dessen Idealismus und ohne dessen Leidenschaft kein Café Böhnchen existieren würde und unsere Schule um einiges ärmer wäre!

Und nun noch einen Kaffee bitte, auf die nächsten 30 Jahre!

Gehring/Mombaur

 

Café Böhnchen - 15 Jahre

Seit 1985 verfügt das St. Michael-Gymnasium über einen kleinen, liebevoll gestalteten Raum, der als soziales Refugium der Schule bezeichnet werden kann. Seine Bedeutung ließe sich nicht besser beschreiben als mit einem Zitat, das zum 15jährigen Jubiläum in einer Zeitung stand: "Das St. Michael-Gymnasium kann man nur in Panik versetzen, wenn man das Café Böhnchen schließt!"

1985 hatte ein Lehrer der Schule, Walter Stein, die Idee, einen damals nur bedingt genutzten Raum der Schule umzugestalten in ein Schüler-und-Lehrer-Café. In ihm sollten alle die Möglichkeit haben, Pausen ebenso zu verbringen wie Freistunden, Gertränke und gesunde Speisen kaufen zu können, Hausaufgaben erledigen und auch Spiele spielen zu können oder Musik zu hören. Mithilfe der SV wurde diese Idee Wirklichkeit.

Kunstbegeisterte Schüler entwickelten ein großes Wandbild zur Verschönerung des Raums, robuste Sitzgelegenheiten und Tische wurden angeschafft, von zu Hause brachte man Lampen mit, und es fand sich sogar jemand, der einen Strandkorb stiftete.

Das "Böhnchen" war geboren. Und es verband sich mit ihm noch ein weiterer Gedanke, der bis heute Bestand hat: Eltern sollten es mitgestalten. Fast 40 Mütter und Väter teilen sich die Schulwoche auf in zwei-Stunden-Rhythmen, schmieren Brötchen, kochen Kaffee, verkaufen dies und von einem Bäcker günstig gelieferte Backwaren und bringen auch schon mal Obst aus dem eigenen Garten mit. Aber vor allem sind sie Gesprächsbereit für die Schülerinnen und Schüler, helfen ihnen auch schon mal bei den Hausaufgaben, oder setzen sich mit an den Tisch, um eines der im Laufe der Jahre immer zahlreicher werdenden Spiele zu spielen.

Die kleinen Überschüsse, die das "Böhnchen" erwirtschaftet, kommen der Schule zugute – entweder der Schüler-Lehrer-Bibliothek zur Anschaffung neuer Bücher, finanzschwachen Schülerinnen oder Schülern, die Unterstützung benötigen, es wird in neue Spiele reinvestiert oder der für jeden zur Benutzung in einer Ecke befindliche PC bedarf einer Überholung.

So vergehen keine Freistunde und keine Pause, in der im "Böhnchen" niemand anzutreffen wäre. Schülerinnen und Schüler erledigen ihre Hausaufgaben, spielen Spiele oder spenden auch schon mal eine Hi-Fi-Anlage, wenn vom Geld für den Abi-Ball etwas übrig bleibt. Was ja die Bedeutung des Schüler-Cafés unterstreicht: Ein liebevoll gestalteter Raum, der von allen gepflegt und gehegt wird, vor allem aber innerhalb der Schule ein Stück Heimat bedeutet. Und was kann sich eine Schule besseres wünschen.

Das Elternteam des Café Böhnchen (Bild: M. Bröckerhoff)