Teilnahme

Teilnahme an Schulfahrten



Im Text der „Wanderrichtlinien“ heißt es: „Schulwanderungen und Schulfahrten sind Schulveranstaltungen. Sie werden grundsätzlich im Klassenverband bzw. im Kursverband durchgeführt. Gemäß § 43.1 SchG [Schulgesetz] sind Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme verpflichtet. ... Ein [...] Antrag [auf Befreiung] ist von den Erziehungsberechtigten schriftlich zu begründen. Bei mehrtägigen Fahrten wird eine Befreiung [nur] erteilt, wenn die Erziehungsberechtigten auch nach einem Gespräch über Ziele und Inhalte der Klassenfahrt aus religiösen oder gravierenden erzieherischen Gründen bei ihrem Antrag bleiben.“ (BASS 14-12.2; vollständiger Text im Schulsekretariat).

Der Hintergrund ist, dass für Fahrten Unterricht ausfallen muss. Die Fahrt selbst ist damit ein alternativer Unterricht, der Fähigkeiten und Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler speziell außerunterrichtlich stärken soll. Wenn Fahrten nach einer demokratischen Entscheidung genehmigt werden, sind sie damit für die ganze Gruppe als Ersatzunterrichtverpflichtend.

Das konkrete Verfahren sieht am St. Michael-Gymnasium wie folgt aus:

Die Schulkonferenz hat (jährlich erneuert) nach Diskussion in den anderen Schulgremien einen Rahmenplan für Fahrten beschlossen. Er beschreibt die möglichen Fahrten und Kostengrenzen. 

Für eine konkrete Fahrt wird den Eltern ein Plan (inkl. Kosten) vorgelegt, über den i.d.R. geheim abgestimmt wird. Bei mehrtägigen Fahrten ist das Doppel-Umschlag-Verfahren vorgesehen. Notwendig ist eine ¾-Mehrheit (75% Zustimmung). Endgültig genehmigt werden kann die Fahrt erst, wenn feststeht, dass nahezu alle Schülerinnen und Schüler mitfahren (Kostenübernahmeverpflichtung).

Durch den positiven Beschluss ist die Fahrt eine Pflichtveranstaltung geworden und nicht mehr im Belieben der Eltern und Schüler. Eine Beurlaubung muss den gleichen Kriterien unterliegen, wie eine Beurlaubung für normale Unterrichtstage. Alle Gründe sind detailliert und schriftlich darzulegen. Die Schule hilft dabei, Schwierigkeiten der Teilnahme zu beseitigen.

Im Folgenden ist der zur Zeit gültige Rahmenplan als PDF-Datei einzusehen.

Schüler und Schülerinnen, die nicht an einer Fahrt (Schulveranstaltung) teilnehmen, müssen mit der Schulleitung eine detailierte Absprache darüber treffen, wie der Ersatzunterricht organisiert wird. Als übergeordneter Grundsatz ist die Teilnahme am Unterricht einer anderen Klasse/Jahrgangsstufe mit Anwesenheitspflicht vorgeschrieben (vgl. Fahrtenerlass der Landesregierung NRW). Ausnahmen müssen schriftlich als Beurlaubung bei der Schulleitung beantragt werden.