Pädagogische Konzepte

Drogenprävention

Suchtvorbeugung am St. Michael-Gymnasium

Jugendliche haben einen "Entwicklungsauftrag", d.h. sie müssen lernen, ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln vor dem Hintergrund der täglich an sie gestellten Anforderungen. Die Suche nach Anerkennung, Liebe, Freundschaft, Sicherheit, Erfolg und eigener Identität gehört unmittelbar dazu, und auch der erfahrbare Unterschied zwischen von ihnen geforderter und einer realistisch erreichbaren Zukunft. Diese Suche ist eng verbunden mit der Sehnsucht, diese Ziele zu erreichen; aber immer wieder feststellen zu müssen, dass sie nur bedingt, wenn überhaupt, erreichbar sind.

In jeder Sehnsucht aber steckt eine Sucht. Der Wunsch, eine nur schwer erfüllbare Sehnsucht zu befriedigen, weckt Bedürfnisse nach Alternativen und Ersatzbefriedigungen: Rauchen, um in der Clique Anerkennung zu finden, Computerspiele, um Einsamkeit zu überwinden, Sex, um Geborgenheit zu erleben, Kiffen, um Probleme zu bewältigen.

Diese Zusammenhänge und Mechanismen für die Schülerinnen und Schüler unserer Schule erkennbar, nachvollziehbar und bewältigbar zu machen, ist das Ziel der Sucht-Prävention am St. Michael-Gymnasium. Aufklärung, Gesprächsbereitschaft und Akzeptanz stehen dabei im Vordergrund. Den Jugendlichen unserer Schule wird nicht verboten, sondern erklärt. Alle an unserer Schule Beteiligten werden immer wieder aufgefordert, die Gemeinschaft und das Miteinander, die Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber zu achten und zu fördern.

Sucht-Prävention an unserer Schule bedeutet also: Selbstbestimmung, Verantwortlichkeit gegenüber dem Ganzen, Bewusstsein über die eigenen Schwächen und Stärken, sich auf andere verlassen zu können, und zu wissen, dass niemand alleine ist.

Unterstützt werden wir dabei durch die Fachstellen des Kreises Euskirchen (das Jugendamt, die Fachberatungsstellen, das Kommissariat für Vorbeugung der Polizei) und selbstverständlich durch den auch an unserer Schule vom Lehrerkollegium beauftragten "Beratungslehrer für Suchtvorbeugung", Herrn Gehring.

 

Streitschlichtung

Wenn zwei sich streiten,..... sind häufig beide Verlierer,
aber das muss ja nicht so sein.

Oft ist es sinnvoll, sich von einem unparteiischem Vermittler helfen zu lassen. Diese Möglichkeit gibt es an unserer Schule in Form einer "Streitschlichtung", und zwar durch ausgebildete Schülerinnen und Schüler.

Dort könnt ihr nach einer gemeinsamen, für alle zufriedenstellenden Lösung des Konfliktes suchen.

Ganz wichtig: 

Die Streitschlichter/innen versprechen, nichts weiterzuerzählen; kein Lehrer wird erfahren, was im Schlichterraum besprochen wurde.

Noch etwas:

Streitschlichtung ist keine Gerichtssitzung. Es soll kein Schuldiger gesucht werden. Es geht vielmehr darum, einen Weg zu finden, wie die Konfliktparteien in Zukunft besser miteinander umgehen können.

Ansprechpartner: Frau Gasior, Frau Brust