Am 10. November 2025 gedachten Schülerinnen und Schüler des St. Michael-Gymnasiums gemeinsam mit Bürgermeister Sebastian Glatzel und Schülerinnen und Schülern der Realschule der Opfer der Novemberpogrome von 1938. Die Gedenkveranstaltung fand an der Stelle der ehemaligen Synagoge in der Orchheimer Straße statt.

Bürgermeister Glatzel erinnerte an die Gewalt, die auch Münstereifel traf: Jüdische Geschäfte wurden zerstört, Menschen verfolgt und vertrieben. Auch Michael Meyer, dessen Familie selbst von den nationalsozialistischen Repressionen betroffen war, sprach bewegende Worte. Er schilderte, wie seine Mutter als junges Mädchen die Gewalt in der Orchheimer Straße miterlebte – ein Zeugnis, das die historische Dimension des Gedenkens mit der Gegenwart verbindet.

Ein zentrales Zeichen des Erinnerns war das Reinigen der Stolpersteine: Anna-Lena D., Anton G. und Felix H. (alle aus der Klasse 8b) engagierten sich stellvertretend für unsere Schulgemeinschaft und trugen dazu bei, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten.

Ihr Einsatz zeigt, dass Erinnerung lebendig bleibt – durch Mitgefühl, durch Handeln und durch das klare Bekenntnis: Nie wieder.

Foto: Herr Mager (Stadt Bad Münstereifel)
Text: Ilona Zingsheim