Entstehung und Zielsetzung

Im Schuljahr 2012/13 wurde auf Wunsch einer großen Mehrheit des Kollegiums der Time-Out-Raum eingeführt. Der Raum verfolgt das Ziel, gravierende Störungen des Unterrichtsalltags zu verhindern und besonders auffällige SchülerInnen mit ihrem Fehlverhalten zu konfrontieren und ihnen bewusst zu machen, dass jede(r) ein Recht auf störungsfreien Unterricht hat.

Ablauf

Der verhaltensauffällige Schüler bzw. die Schülerin begibt sich nach Aufforderung durch den unterrichtenden LehrerIn (Vermerk im Klassenbuch: „Name des Schülers/der Schülerin“ und „T-Raum“ plus Uhrzeit) in den T-Raum (A 211). Dort gibt ihm die aufsichtführende Person das selbstreflexive Formular, das ausgefüllt werden muss. Dies nimmt ca. 10 Minuten in Anspruch, d.h. dies ist die minimale Verweildauer im T-Raum. Der Schüler/die Schülerin gibt dann das Formular, auf dem auch der entsendende Kollege vermerkt ist, bei der Aufsichtsperson im T-Raum ab und geht zurück in den Unterricht. Verpasster Stoff muss eigenverantwortlich nachgeholt werden. Bei dreimaligem Erscheinen im T-Raum wird automatisch eine Disziplinarkonferenz durch die Schulleitung einberufen. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben allerdings gezeigt, dass es bei den meisten SchülerInnen nach erstmaliger Entsendung in den T-Raum zu einer deutlichen Verbesserung des Verhaltens im Unterricht gekommen ist.

Organisation

Die aufsichtführende Person wird gebeten, das ausgefüllte Schülerformular dem entsendenden Kollegen ins Fach zu legen, der dann die Stellungnahme liest, ggf. kommentiert und unterschreibt. Anschließend wird das Formular in das Fach von Herrn Tiemann (TM), dem Verantwortlichen und Ansprechpartner für den T-Raum, gelegt.

Der Raum ist Montags bis Freitags von der 3.-6. Unterrichtsstunde (bis mindestens 13:15 Uhr) besetzt. Im T-Raum wird um Ruhe gebeten, da er gleichzeitig auch als Arbeitsraum für das Kollegium dient.

Noch einmal sei hervorgehoben, dass nur schwerwiegende und dauerhafte Störungen relevant sind. Der Raum soll weniger Bestrafungscharakter haben als vielmehr die Möglichkeit bieten, dem Schüler/der Schülerin sein Verhalten zu spiegeln. Die Entscheidung über das Entsenden trifft jede Lehrperson vor dem Hintergrund ihrer pädagogischen Verantwortung!

Ansprechpartner
Herr Tiemann tiemann@stmg.de